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Im Wüstenklima des Junisommers 2019  fällt jeder Schritt schwer.  Lungenerkrankte und COPD Patienten  sollten mit ihren Atemreserven besonders sparsam umgehen.

 

 

 

Treppensteigen – aber richtig und luftschonend

 

In einem Facebook Beitrag  habe ich schon einmal beschrieben, wie einer der wenig guten Atemtrainer, die es in Deutschland gibt,  mir  das Treppensteigen mit COPD beigebracht hat.   

 

Wir holen uns die Luft zum Einatmen nicht über den geöffneten Mund, sondern schließen ihn und ziehen die Luft über die Nase ein. Diese Luft kommt aus dem Bauchraum über das Zwerchfell. Wenn wir nun über die Nase eingeatmet haben, bläht sich unser Bauch auf,  als hätten wir einen Luftballon verschluckt. Diese Position  halten wir  für einige  Sekunden, um die erste Hürde unserer  Treppenstufe zu nehmen. Danach stoppen wir und atmen aus. Das gleiche Spiel vor der nächsten Treppenstufe. Mund schließen, Luft holen über die Nase aus dem Bauchraum, die Stufe hochsteigen und loslassen. Dabei fällt der Luftballon zusammen, und wir atmen aus. … das wiederholen wir solange bis unser Treppenziel erreicht ist. Immer wieder die gleiche Übung:  Der Bauch hebt und senkt sich, der Mund bleibt geschlossen, nur die Nase wird benutzt zum Ein- und Ausatmen.

 

 

 

Unsere Nase riecht die trocken-heissen Luftmassen.

 

Unsere Nase ist ein natürlicher Sensor, reguliert diese Umgebungsluft. Wenn wir nicht mehr über den Mund einatmen, werden wir automatisch nicht mehr überatmen, also zuviel atmen und damit auch kein Kohlendioxyd mehr verlieren. Dies hatte ich ausführlich in meinem Beitrag vom 22. Juni „Es liegt etwas in der Luft“ beschrieben. Nur wenn wir über die Nase einatmen, wird unser Körper Sauerstoffgehalt und Kohlendioxyd optimal dosieren können.

 

 

 

Um Hyperventilation bei dieser Extremhitze zu vermeiden, gilt Folgendes:

 

 

 

1.Bloss kein Ärger und Stress bei diesen Backofentemperaturen

 

Denn dann – das belegt die Buteyko-Atemforschung – beginnen wir wieder zu hyperventilieren  und viel zu viel zu atmen . Der Teufelskreislauf beginnt, wir öffnen den Mund statt ihn zu schließen und setzen unseren Organismus allen Reaktionen aus, die Hyperventilation hervorrufen kann: Angstgefühl,  Panik,  Luftnot, Schwindel, zitternde Hände, Schmerzen im Brustbereich, Fingerkribbeln und Zuckungen ( Hyperventilationstetanie ), Krämpfe und Pulsrasen. 

 

 

 

2. Nicht zuviel essen bei der Hitze

 

Wenn wir zuviel essen, muss der Organismus mehr leisten, um die Nahrung zu verarbeiten, und das kann zur Hyperventilation führen. Auch tierisches Eiweiß ist vom Körper schwerer zu verarbeiten. Pflanzliche Nahrung ist schon besser. Man sollte diese auch sinnvoller Weise roh statt gekocht verzehren, denn rohe Nahrung verursacht weniger Hyperventilation.

 

 

 

3. Zu langes Schlafen

 

Langes Liegen auf dem Rücken führt zu Hyperventilation. Nicht mehr als 6 bis 7 Stunden schlafen und zwar auf der linken Seite, und dabei mit geschlossenem Mund durch die Nase atmen. Ungeübte sollten anfangs ein Heftpflaster quer über den Mund kleben. Dieser Vorschlag geht zurück auf die medizinische Quelle dieses Beitrags, den australischen Arz Dr. Ameisen und stammt aus seinem Buch „ Every breath you take“. Schon einmal informierte  ich über die wertvollen Empfehlungen des Arztes, der aber bei einigen in den Facebook Gruppen wohl fälschlicherweise „als meine Empfehlung“ interpretiert wurde, so dass einige davon ausgingen, dies sei auf meinem Mist gewachsen und deshalb hagelte es Kritik und merkten misstrauisch gewordene User an: „ …verkleben sollte nur unter Anleitung durchgeführt werden…“  Ich habe, als ich mit der neuen Atemstruktur anfing, zig mal meinen Mund verklebt und konnte trotzdem und besser atmen.

 

 

 

4. Mangel an körperlicher Bewegung

 

Körperliche Bewegung fördert den Abbau von Kohlendioxyd in den Körperzellen und erhöht dessen Anteil in der Lunge.  Langfristig bedeutet dies eine bessere Fitness, durch den Kohlendioxydanteil in der Lunge werden die Körperzellen besser mit Sauerstoff versorgt.  

 

 

 

Der gesündeste Ausdauersport ist Schwimmen

 

Darüber sind sich alle Sportmediziner einig. Gerade für COPD Betroffene und Asthmatiker ist Schwimmen der beste Sport.

 

Warum ist dieser Wassersport ideal bei Lungenerkrankungen? Weil der Puls langsamer und die Atmung flacher wird.  Schwimmer halten automatisch die Luft an, legen beim Atmen  Kontrollpausen ein. Österreichische Mediziner von „netdoktor.at“ schätzen den  Atemfluß, der beim Schwimmen  automatisch angewendet werden muss, um über Wasser zu bleiben. 

 

Beim Schwimmen sind alle Bewegungsabläufe des Körpers eingebunden. Schwimmen bringt unseren Kreislauf in Schwung. Die Muskeln brauchen viel Energie, weswegen das Herz schneller und stärker schlagen muss. Außerdem sinkt der Blutdruck, was die Gefäße schont.  Schwimmen beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor.

 

 

 

Bei Ausdauersport konnten Sportmediziner nachweisen,  dass die Luftnot bei regelmäßigem Training viel später eintritt.

 

Gesunde Menschen können im Durchschnitt innerhalb von 6 Minuten 600 Meter weit gehen. Ein mittelschwer Lungenkranker  schafft normalerweise 300 Meter. Trainiert  er regelmäßig, verbessert er sich im Schnitt auf 400 Meter.

 

Studien mit COPD Patienten haben gezeigt, dass regelmäßiges Training die Beschwerden lindert, und die Hyperventilation außer Kraft setzt.

 

 

 

Nie mehr in Atemnot kommen

 

Und die Chemiekeulen der Pharmaindustrie eindämmen? Funktioniert das wirklich?  Laut Dr. Ameisen und Dr. Buteyko braucht man nach einer gewissen Zeit gar keine Sprays mehr. Das kann ich bezeugen – denn ich sollte ohne Sauerstofflasche nicht mehr leben können vor 4 Jahren, – so jedenfalls lautete die Diagnose des stellvertretenden Chefarztes  der Lungenintensivstation der Uni-Klinik Giessen.  Heute atme ich nur noch über die Nase ein und aus, nehme keine Pharmamedikamente mehr. Trotzdem  verliere ich kein Kohlendioxyd, mein Körper ist dadurch in der Lage sich selbst zu regulieren und eine ausreichende Menge Kohlendioxyd zu binden.  So gelangt der Sauerstoff  aus der Blutbahn in das Gewebe. Ein Sauerstoffmangel bleibt aus.

 

Wer allerdings weiter über den geöffneten Mund einatmet, riskiert diesen Sauerstoffmangel. Dies wirkt sich besonders auf das Gehirn aus. Dort regt es das Atemzentrum an, intensiver zu arbeiten. Dies führt dazu, dass der nach Luft schnappende COPD Patient noch heftiger atmet und das Gefühl der Atemnot sich verstärkt.  Dagegen helfen auch bewusste Atemkontrollen und Atempausen, wie man sie in allen östlichen Kulturen praktiziert:im  Yoga, Tai Chi,  und Chi Gong.

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelle Wettervorhersage für Atemwegserkrankungen vom 14-19.6.2019

Schwül-heisses Sommerwetter bringt uns die nächsten Tage. Belastet uns COPDler. Der Luftdruckabfall bewirkt den Rückgang der Moleküldichte in der Atemluft, die Luftfeuchtigkeit steigt und der Sauerstoffgehalt sinkt. Das heisst für uns: Noch tiefer atmen, in die Lungenbasis hinein, das Zwerchfell dabei nach unten drücken, um genügend Sauerstoff aufnehmen zu können. 
Insbesondere nachmittags wird die Luft schwüler und kreislaufbelastend, die Atmung wird automatisch flacher. Wieder gegensteuern mit tiefer Bauchatmung.

Sommer und COPD 1. Juni 2019

 

In den letzten Tagen habe ich hier in den Gruppen so etwas wie Angst vor dem bevorstehenden ersten heißen Sommertagen zwischen den Zeilen lesen können. Zunächst mal ist warmes Hochdruckwetter für unsere Adern in der  Lunge positiv, denn sie weiten sich aus, generell fällt das Atmen bei warmen klimatischen Bedingungen leichter.

 

Aber bei hoher Temperatur und geringer Luftbewegung ist die Atemluft zunehmend mit Staub und Allergenen belastet. Die Wetterlage soll erst mal so bleiben, die Ozonbelastung wird steigen und die Atemwege reizen. Die warme Luft kann viel Feuchtigkeit tragen. Wasserdampf in der Atemluft veringert die Sauerstoffkonzentration, provoziert Schwüleempfinden und belastet dadurch Atmung und Kreislauf. Je feuchter die warme Luft ist, oder aufgrund von Verdunstung wird. Um so drückender entwickelt sich der Schwüle-Effekt. Das wiederum ist nicht so gut für uns.  

 

Wetterlage und Aussichten

 

Am stärksten belastet waren heute die Menschen in Berlin, Brandenburg und im nördlichen Sachsen-Anhalt.  Morgen klettern die Werte auf über 30 Grad Das bedeutet nicht nur für COPD Erkrankte am besten in den frühen Morgenstunden oder nach 16.00 Uhr rausgehen, da dann die Ozonbelstatung abnimmt und denken Sie an das Paradoxon:

 

Je näher an verkehrsbelasteten Städten, desto niedriger ist der Gehalt am Reizgas Ozon. Je weiter in die Pampa der Provinz hinein, umso größer die Ozonbelastung.

 

Was also sollen COPD Betroffene tun. Es ist so einfach und gleichzeitig schwierig, dass noch nicht mal geschulte Lungenfachärzte das wissen. Traurig!! Das Allerheilmittel für uns COPD Erkrankte, das so günstig ist, allerdigs  sehr viel Training und Disziplin einfordert, es zu erlernen, ist ein Stück Heftpflaster.  Kleben Sie ein Stück quer über ihren Mund und atmen Sie, ob sauerstoffpflichtig oder nicht, ganz ruhig nur über die Nase ein und aus. Sie werden nicht hyperventilieren. Die Nase ist unser Filter und Staubsauger. An den feinen Härchen bleiben Staub, Allergene, Schadstoffe kleben und gelangen erst gar nicht in die Tiefe der Lungen und Alveolen.

 

Zwei Stunden war ich heute in der Stadt spazieren. Ich rede kein Wort und atme nur über die Nase ein und aus. Dies erfordert Disziplin, das stimmt, auch ich musste lange trainieren, aber das erklärt auch, weswegen ich seit 4 Jahren keine Infekte mehr habe.  Keime, Bakterien und Viren landen in meiner Nase  und nicht in der Lunge.

 

Übrigens, wer es beherrscht, braucht kein Nasenspray mehr.

 

 

 

 

 

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Es gibt kein einziges COPD Medikament, das Sport und insbesondere den für COPD so wichtigen Ausdauersport ersetzen kann.  Keine COPD wird ohne  nichtmedikamentöse Behandlung und sportliche Bewegung  therapiert.  Darüber sind sich Sportmediziner einig. COPD Erkrankte,  die keinen oder wenig Ausdauersport betreiben, werden wenig Besserung oder Stabilität erleben. Auf kurz oder lang  bleibt ihnen die Puste weg. So wirbt der Lungeninformationsdienst wortwörtlich:

 

„Bleiben Sie aktiv. Es ist möglich, Atemnot zu reduzieren, das gesundheitliche Befinden zu verbessern und die Teilhabe zu verbessern.

COPD Betroffene, die Atemschwierigkeiten haben, sind zwar gewillt, die sportlichen Empfehlungen der Fachkundigen zu beherzigen, doch allzu oft scheitert die gute Absicht an der Atemlosigkeit. Sie scheint eine unüberwindbare Barriere zwischen Wille und Umsetzung  zu sein. Wer COPD Patienten nach der Ursache fragt, erfährt: „Ich bin so kurzatmig, wie soll ich da noch Sport machen?!“

 

„Nur wenn ich ruhig auf dem Sofa, im Sessel oder im Bett liege bin ich ein  gesunder Mensch.“

 Tatsächlich fühlen sich COPD Betroffene in leichten und mittleren Stadien bis Gold 3, ohne Belastung und in Ruhe,  wohl. Wenn der Körper hingegen belastet wird, kann jeder Atemzug weh tun, besonders wer an COPD der schweren Grade mit Emphysem erkrankt ist. Also lässt man es sein, macht weniger  Wer rastet, der rostet, dies gilt auch für den Kreis an COPD Erkrankten. Sie sollten gegensteuern und Ausdauersport treiben, damit die Puste nicht wegbleibt. Je mehr Betroffene zu Couchpotatoes mutieren,  desto häufiger leiden sie an der Luftnot.

 

Lungenfachärzte wissen um den Teufelskreislauf der Schonung.

Was der Volksmund so treffend beschreibt, gilt für COPD Erkrankte aller Schweregrade  um so mehr. Wer nichts macht, schwächt seine Muskulatur, die Atemnot nimmt zu. Die Lebensqualität nimmt weiter ab. Denn wenn die Einschränkungen größer werden, traut sich der COPD Erkrankte noch  weniger Freunde zu besuchen oder überhaupt außer Haus zu gehen. Depressionen unter COPD Erkrankten sind daher nicht selten. Wie kann der Abwärtsspirale entgegengewirkt werden?

 

Lungensportgruppen in Deutschland.

Als Autorin dieses Beitrags, die selbst an COPD erkrankt ist,  ist mein Verhältnis zwiegespalten. Mir war und sind die Trainingseinheiten nicht intensiv genug und zu wenig therapeutisch. Es gibt mehr und effektivere Atembehandlungen als Kutschersitz, Lippenbremse und oberflächliche Atemübungen. Bei unseren Nachbarn in Österreich und in der Schweiz sind Lungensportgruppen vielfältiger  geschult zum Beispiel als Atemtherapeuten.

 

Ich habe die vollkommene und heilende Atemtechnik, die Millionen Zellen regeneriert, erlernt. Darauf gehe ich in vielen Beiträgen auf meiner website: www.copdinside.de“ ein.

Es handelt sich dabei um eine Mischung aus einer asiatischen  Atemkunst und der Atemmethode des russischen Arztes  Dr. Konstantin Buteyko. Beide Techniken lassen mich über die Bauchmuskeln atmen. Lungensportgruppen schulen sie nicht, sie kennen sie meist gar nicht.  Ganze 4 Atemherapeuten gibt es in Deutschland, die in Deutschland keine Kassenzulassung haben. Völlig anders  sieht es außerhalb unserer Landesgrenzen aus. In Großbritannien, in  Kanada, Neuseeland und in Australien gibt es Atemtherapie auf Rezept und wird  von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

Der gesundeeste Ausdauersport ist Schwimmen, darüber sind sich alle Sportmediziner einig.

Wer an COPD leidet, sollte schwimmen. Die ideale Sportart für Lungenerkrankungen.   Österreichische Mediziner von „netdoktor.at“ schätzen den  Atemfluß, der beim Schwimmen  automatisch angewendet werden muss, um über Wasser zu bleiben.  

Beim Schwimmen sind alle Bewegungabläufe des Körpers eingebunden. Schwimmen bringt unseren Kreislauf in Schwung. Di1e Muskeln brauchen viel Energie, weswegen das Herz schneller und stärker schlagen muss. Außerdem sinkt der Blutdruck, was die Gefäße schont.  Schwimmen beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor.

 

Bei Ausdauersport konnten Sportmediziner nachweisen,  dass die Luftnot bei regelmäßigem Training viel später eintritt.

Gesunde Menschen können im Durchschnitt innerhalb von 6 Minuten 600 Meter weit gehen. Ein mittelschwer Lungenkranker  schafft normalerweise 300 Meter. Trainiere er regelmäßig, verbessert er sich im Schnitt auf 400 Meter.

Studien mit COPD Patienten haben gezeigt, dass regelmäßiges Training die Beschwerden lindert.

 

Bekenntnisse der an COPD erkrankten Autorin

Schwimmen habe in meinen Alltag integriert. Von Montag bis Samstag ist mein tägliches einstündiges Schwimmprogramm nicht mehr wegzudenken. Seit mehr als 1000 Tagen bin ich symptomfrei

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Meinen  detaillierten  Raucherentwoehnungsplan erfahren Sie in meinem Ebook, das auch als Druckbuch erhältlich ist:

"1000 Tage ohne COPD" - wie ich symptomfrei wurde

 

Wie ich mein Hirn austrickste 

Wieder so eine der zig- Raucherentwöhnungsmethoden, die nicht wirklich etwas bringen?! Wenn Sie das jetzt denken,  dann kann ich das gut verstehen. Auch ich habe alles ausprobiert, was der Markt seit der Jahrtausendwende  herausgegeben hat. Schlaue Bücher und Vorträge, Akupunktur, von Telepathie bis hin zur Hypnose, alles Geld- und Zeitverschwendung. Bis ich mein Hirn überlistete - intuitiv und unbewußt, nicht wissend, dass dies dem Standard  der aktuellen Hirnforschung entspricht. Aber der Reihe nach.

 

Glimmstengel im Gesamtwert eines Rohbaus begleiteten mich jahrzehntelang

Ob ich jemals freiwillig  das Rauchen aufgegeben hätte? Jahrzehntelang waren in Kaffeepausen und während Stressphasen Zigaretten meine täglichen Sucht-Begleiter. Und so wie fast alle Raucher habe auch ich die ersten Warnzeichen und  Symptome der beginnenden chronischen Erkrankung COPD ignoriert. 

 

Die schleichende Entwicklung in die ersten Krankheitsstufen der Gold Schweregrade 1 und 2 nach GOLD.

Aus anfänglicher leichter Heiserkeit wurde ein ständiges Krächzen, aus morgendlichem Abhusten des Schleims entwickelten sich heftige und anhaltende Hustenattacken. Sie quälten mich immer öfter auch am Tag. Als ich 45 Jahre alt wurde, kam es nicht selten vor, dass Hustenanfälle mir den Schlaf raubten.

Als Raucherin wusste ich genau, dass meine Lunge schwächelte, und es ihr immer schwerer fiel, die Schadstoffe durch die sich verengenden Bronchien zu transportieren.

 

„Irgendwann höre ich auf zu rauchen, aber heute noch nicht“.

Das war meine Dauerausrede. Allzu gut schmeckte die Zigarette nach einem oppulenten Frühstück und vortrefflich guten Abendessen. Es blieb nicht nur bei wenigen Stäbchen. Pro Tag konnte es eine Packung sein, in Stresszeiten sogar mehr. Dass ein begleitender Husten sich dazugesellte, war nicht verwunderlich. Auch später, als der Schleim seine Klarheit verlor und sich gelblich färbte, tat ich so, als ob ich die Warnzeichen nicht sehen würde. 

Ich ignorierte, dass mein Körper sich quälte und verdrängte, dass es zudem ein kostspieliges Hobby war und Zigaretten mit den Jahren um ein Vielfaches teurer wurden. Ratschläge und Empfehlungen von Freunden und meiner Familie schlug ich- wie fast alle Raucher - in den Wind. Der Weg der Bronchien wurde enger, die Luftnot knapper. 

 

Endstation – Intensivstation der Pneumologie des Klinikums.

In komatösem Zustand und einer sehr schweren Lungenentzündung, die später als Exazerbation diagnostiziert wurde, transportierte mich der Rettungswagen in die Notaufnahme der Universitätsklinik Giessen. Nach einem vierstündigen Untersuchungsmarathon, unter anderen in der Computertomografie, wurde ich in die Intensivstation II der Pneumologie verlegt, eine mir Angst einflößende Abteilung mit hoher Keimbelastung, über die ich gesondert in meinem blog unter dem post "Meine Erfahrungen mit der Lungenfachwelt" geschrieben habe.

Banderolen mit Zutritt verboten zogen sich diagonal über die Türen der Krankenzimmer.

Die Vorgänge von dort werden mich Zeit meines Lebens nicht mehr loslassen. Sie haben sich in mein Hirn eingebrannt. 

 

Als Abschreckung das Horrorszenario immer vor Augen.

Schreckliche  Bilder von aschfahlen ausgemergelten Gesichtern von Lungenpatienten vergesse ich nicht.

Vor Augen habe ich den blutverschmierten Mund des Intenvipatienten, der von den Rettungssanitäternie  Richtung OP geschoben wird. Ich erinnere die krächzenden und hustenden nach Luft japsenden Intensivpatienten mit Lungenkarzinomen aus gegenüberliegenden Zimmern. Ich habe miterleben müssen, wie ein Notärzteteam um das Leben eines an Lungenkrebs bettlägerigen Zimmernachbarn  kämpfte, der ebenfalls ein starker Raucher war. Ihm blieb nur noch wenig Zeit,sein Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium raubte ihm die lebensspendende Luft zum Atmen. Wie sah das bei mir aus? Wie lange hatte ich noch zu leben mit der Diagnose COPD IV mit Emphysem? War dies das Endstadium?

 

Wenn sich Hilferufe auf höchste Instanzen außerhalb unserer irdischen Ordnung richten.

„Lieber Gott“, betete ich in jenen Tagen, "lass mich nicht hier sterben, nicht auf dieser kalten Intensivstation, wo Tod und Verzweiflung die Atmosphäre bestimmen.

Ich war es leid, nach Luft schnaubende Leidensgenossen um mich zu haben mit blutigem Auswurf in Brechschalen und überforderte Pfleger und SchwesterEs roch nach Elend, Leid und Schmerzpatienten. Es waren diese Tage und Stunden, die mich verändert haben. Ich war Zeitzeugin einer Endstation geworden, in der Familien Abschied nahmen vom Siechtum ihrer Angehörigen, zusammengepfercht auf den Fluren, oder heulend vor den Betten ihrer schwerst- und sterbenskranken Angehörigen, der Tod war so dicht bei mir, dass ich eine Entscheidung traf.  

 

„Meine Sucht wird mich nie mehr kontrollieren, ich werde sie kontrollieren“.

Wie ein Mantra verinnerlichte ich diesen meinen Satz. Ich werde nie mehr süchtig sein. Sollte ich jemals wieder diese Intensivstation verlassen können, dann rühre ich keine Zigarette mehr an, nie mehr...

Es ist mein Satz geworden, er gehört zu mir und steht bis zum heutigen Tage über meinem Leben.

Nach meiner Entlassung zuhause nutzte ich die ersten Wochen um Entzugserscheinungen  vorzubeugen. Denn so einfach ist es nicht, auch wenn man eine gehörige Portion Disziplin, Ehrgeiz und den Willen an den Tag legt.

 

Wie sich das Gehirn austricksen lässt.

Als Hilfestellung baute ich mir eine Brücke zu meinem stationären Kliniksaufenthalt. Und ließ regelmäßig die Bilder, die ich in meinem Hirn abgespeichert hatte, vor meinem geistigen Auge ablaufen. Das waren vorwiegend Horrorbilder der grauenvollen Erlebnisse aus der Klinik. Immer wieder motivierten die mich- so negativ sie auch waren- als Nichtraucherin weiterzuleben. Diese  Bilder kann ich bis heute aus meiner Erinnerung abrufen. 

Desweiteren  machte ich mir die neuesten Erkenntnisse aus der Gehirnforschung zunutze.

 

Das Gehirn stuft "das Rauchen" als Gewohnheit ein.

Und mit allen Gewohnheiten hat unser Gehirn Probleme. Der renommierte Hirnforscher Dr. Gerhard Roth offenbart: „Für unser Gehirn gibt es kaum etwas Schwierigeres als Gewohnheiten abzulegen“.

Denn das Gehirn speichert nicht nur unsere Gewohnheiten ab, sondern knüpft sie auch an die sie auslösenden Reize. Ich staunte nicht schlecht über diese Erkenntnisse der Hirnforschung. Theorie und Praxis klafften hier mal nicht auseinander. Darin wurde mir ein Aha-Erlebnis offenbart. 

Damit konnte ich viel anfangen. Die alte Gewohnheit bei mir war das Rauchen und „auslösende Reize“ bei mir waren beispielsweise Stressituationen. Wann immer meine Nerven angespannt und meine Stimmung aggresiv war in meinem alten Leben, war der Griff zur Zigarette vorprogrammiert. Mein Gehirn wusste, dass Rauchen mir als "Gewohnheit"beim Stressabbau vermeintlich half.

 

Das Gehirn hat auch die positive Stimulanz der Zigarette abgespeichert.

Immer, wenn ich bei guten Freunden war, in lockerer Stimmung die Atmosphäre genoss und zum Glas Wein griff, durfte auch die Zigarette nicht fehlen. Wenn ich mal keine anstecken konnte, fühlte  ich, es fehlt mir etwas, ich sog an der Sucht,  meinem  Gehirn fehlte die "Gewohnheit".

 

Ich fing an, mein Gehirn mit neuen Gewohnheiten zu füttern.

Diese "Anpassungen"  wollte ich abspeichern. Sie fingen bei mir im Discounter an. So wie früher die Zigaretten im übervollen Einkaufswagen vor der Kasse meinen Einkauf krönten, stapelten sich nun gesunde und  pralle Früchte wie Äpfel, Kirschen, Bananen und Kiwi. Ein bunter Reigen aus saisonalen Früchten, an diese neue Gewohnheit mußte sich mein Gehirn ab sofort gewöhnen.


„Früchte sind mein neues Rauchen".

Stolz verkündete ich meine neue Philosophie  meiner Familie, Bekannten und Freunden.

Die Wende zum Positiven begann. Und damit wuchs auch der Umfang meines Körpers Zentimenter um Zentimeter.  Denn fast hätte ich vergessen, dass mein Stoffwechsel auf Sparflamme kochte, weil das Nikotin fehlte. Obwohl ich mein Gewicht von Tag zu Tag neu kontrollierte, ging es kategorisch nach oben, trotz Snacks und Süßigkeiten. Dabei hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, mehr Appetit als früher zu haben.

 

Für Forscher immer noch ein Rätsel, warum Raucher 7 bis 10 Kilogramm nach dem Rauchstopp zulegen. 

"Hilf Dir selbst, iß` weniger und rationiere, bevor aus dir eine wandelnde Tonne wird", so disziplinierte ich mich, um das Sättigungsgefühl zu provozieren, das ja bekanntlich erst nach 20 Minuten meinem Körper signalisiert, satt zu sein. Ich reduzierte insbesondere meine Zwischenmahlzeiten auf viele Kleinstportionen mit einer Handvoll. Jeder Bissen wird gut durchgekaut, bewußt und langsam gegessen, ja fast schon zelebriert. Dabei versuche ich, die 20 minütige Zeitspanne bis zum Sättigungspunkt voll für das Essen und die Mahlzeit zu nutzen.

Versuchen Sie, an einer  Handvoll Studentenfutter vorm Fernseher wirklich lange genüsslich zu knabbern und kleine Apfelstückchen im Mund so lange als möglich zu Mus zu kauen. 

 

 

Wieder so eine der zig- Raucherentwöhnungsmethoden, die nicht wirklich etwas bringen?! Wenn Sie das jetzt denken,  dann kann ich das gut verstehen. Auch ich habe alles ausprobiert, was der Markt seit der Jahrtausendwende  herausgegeben hat. Schlaue Bücher und Vorträge, Akupunktur, von Telepathie bis hin zur Hypnose, alles Geld- und Zeitverschwendung. Bis ich mein Hirn überlistete - intuitiv und unbewußt, nicht wissend, dass dies dem Standard  der aktuellen Hirnforschung entspricht. Aber der Reihe nach.

 

Glimmstengel im Gesamtwert eines Rohbaus begleiteten mich jahrzehntelang

Ob ich jemals freiwillig  das Rauchen aufgegeben hätte? Jahrzehntelang waren in Kaffeepausen und während Stressphasen Zigaretten meine täglichen Sucht-Begleiter. Und so wie fast alle Raucher habe auch ich die ersten Warnzeichen und  Symptome der beginnenden chronischen Erkrankung COPD ignoriert. 

 

Die schleichende Entwicklung in die ersten Krankheitsstufen der Gold Schweregrade 1 und 2 nach GOLD.

Aus anfänglicher leichter Heiserkeit wurde ein ständiges Krächzen, aus morgendlichem Abhusten des Schleims entwickelten sich heftige und anhaltende Hustenattacken. Sie quälten mich immer öfter auch am Tag. Als ich 45 Jahre alt wurde, kam es nicht selten vor, dass Hustenanfälle mir den Schlaf raubten.

Als Raucherin wusste ich genau, dass meine Lunge schwächelte, und es ihr immer schwerer fiel, die Schadstoffe durch die sich verengenden Bronchien zu transportieren.

 

„Irgendwann höre ich auf zu rauchen, aber heute noch nicht“.

Das war meine Dauerausrede. Allzu gut schmeckte die Zigarette nach einem oppulenten Frühstück und vortrefflich guten Abendessen. Es blieb nicht nur bei wenigen Stäbchen. Pro Tag konnte es eine Packung sein, in Stresszeiten sogar mehr. Dass ein begleitender Husten sich dazugesellte, war nicht verwunderlich. Auch später, als der Schleim seine Klarheit verlor und sich gelblich färbte, tat ich so, als ob ich die Warnzeichen nicht sehen würde. 

Ich ignorierte, dass mein Körper sich quälte und verdrängte, dass es zudem ein kostspieliges Hobby war und Zigaretten mit den Jahren um ein Vielfaches teurer wurden. Ratschläge und Empfehlungen von Freunden und meiner Familie schlug ich- wie fast alle Raucher - in den Wind. Der Weg der Bronchien wurde enger, die Luftnot knapper. 

 

Endstation – Intensivstation der Pneumologie des Klinikums.

In komatösem Zustand und einer sehr schweren Lungenentzündung, die später als Exazerbation diagnostiziert wurde, transportierte mich der Rettungswagen in die Notaufnahme der Universitätsklinik Giessen. Nach einem vierstündigen Untersuchungsmarathon, unter anderen in der Computertomografie, wurde ich in die Intensivstation II der Pneumologie verlegt, eine mir Angst einflößende Abteilung mit hoher Keimbelastung, über die ich gesondert in meinem blog unter dem post "Meine Erfahrungen mit der Lungenfachwelt" geschrieben habe.

Banderolen mit Zutritt verboten zogen sich diagonal über die Türen der Krankenzimmer.

Die Vorgänge von dort werden mich Zeit meines Lebens nicht mehr loslassen. Sie haben sich in mein Hirn eingebrannt. 

 

Als Abschreckung das Horrorszenario immer vor Augen.

Schreckliche  Bilder von aschfahlen ausgemergelten Gesichtern von Lungenpatienten vergesse ich nicht.

Vor Augen habe ich den blutverschmierten Mund des Intenvipatienten, der von den Rettungssanitäternie  Richtung OP geschoben wird. Ich erinnere die krächzenden und hustenden nach Luft japsenden Intensivpatienten mit Lungenkarzinomen aus gegenüberliegenden Zimmern. Ich habe miterleben müssen, wie ein Notärzteteam um das Leben eines an Lungenkrebs bettlägerigen Zimmernachbarn  kämpfte, der ebenfalls ein starker Raucher war. Ihm blieb nur noch wenig Zeit,sein Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium raubte ihm die lebensspendende Luft zum Atmen. Wie sah das bei mir aus? Wie lange hatte ich noch zu leben mit der Diagnose COPD IV mit Emphysem? War dies das Endstadium?

 

Wenn sich Hilferufe auf höchste Instanzen außerhalb unserer irdischen Ordnung richten.

„Lieber Gott“, betete ich in jenen Tagen, "lass mich nicht hier sterben, nicht auf dieser kalten Intensivstation, wo Tod und Verzweiflung die Atmosphäre bestimmen.

Ich war es leid, nach Luft schnaubende Leidensgenossen um mich zu haben mit blutigem Auswurf in Brechschalen und überforderte Pfleger und SchwesterEs roch nach Elend, Leid und Schmerzpatienten. Es waren diese Tage und Stunden, die mich verändert haben. Ich war Zeitzeugin einer Endstation geworden, in der Familien Abschied nahmen vom Siechtum ihrer Angehörigen, zusammengepfercht auf den Fluren, oder heulend vor den Betten ihrer schwerst- und sterbenskranken Angehörigen, der Tod war so dicht bei mir, dass ich eine Entscheidung traf.  

 

„Meine Sucht wird mich nie mehr kontrollieren, ich werde sie kontrollieren“.

Wie ein Mantra verinnerlichte ich diesen meinen Satz. Ich werde nie mehr süchtig sein. Sollte ich jemals wieder diese Intensivstation verlassen können, dann rühre ich keine Zigarette mehr an, nie mehr...

Es ist mein Satz geworden, er gehört zu mir und steht bis zum heutigen Tage über meinem Leben.

Nach meiner Entlassung zuhause nutzte ich die ersten Wochen um Entzugserscheinungen  vorzubeugen. Denn so einfach ist es nicht, auch wenn man eine gehörige Portion Disziplin, Ehrgeiz und den Willen an den Tag legt.

 

Wie sich das Gehirn austricksen lässt.

Als Hilfestellung baute ich mir eine Brücke zu meinem stationären Kliniksaufenthalt. Und ließ regelmäßig die Bilder, die ich in meinem Hirn abgespeichert hatte, vor meinem geistigen Auge ablaufen. Das waren vorwiegend Horrorbilder der grauenvollen Erlebnisse aus der Klinik. Immer wieder motivierten die mich- so negativ sie auch waren- als Nichtraucherin weiterzuleben. Diese  Bilder kann ich bis heute aus meiner Erinnerung abrufen. 

Desweiteren  machte ich mir die neuesten Erkenntnisse aus der Gehirnforschung zunutze.

 

Das Gehirn stuft "das Rauchen" als Gewohnheit ein.

Und mit allen Gewohnheiten hat unser Gehirn Probleme. Der renommierte Hirnforscher Dr. Gerhard Roth offenbart: „Für unser Gehirn gibt es kaum etwas Schwierigeres als Gewohnheiten abzulegen“.

Denn das Gehirn speichert nicht nur unsere Gewohnheiten ab, sondern knüpft sie auch an die sie auslösenden Reize. Ich staunte nicht schlecht über diese Erkenntnisse der Hirnforschung. Theorie und Praxis klafften hier mal nicht auseinander. Darin wurde mir ein Aha-Erlebnis offenbart. 

Damit konnte ich viel anfangen. Die alte Gewohnheit bei mir war das Rauchen und „auslösende Reize“ bei mir waren beispielsweise Stressituationen. Wann immer meine Nerven angespannt und meine Stimmung aggresiv war in meinem alten Leben, war der Griff zur Zigarette vorprogrammiert. Mein Gehirn wusste, dass Rauchen mir als "Gewohnheit"beim Stressabbau vermeintlich half.

 

Das Gehirn hat auch die positive Stimulanz der Zigarette abgespeichert.

Immer, wenn ich bei guten Freunden war, in lockerer Stimmung die Atmosphäre genoss und zum Glas Wein griff, durfte auch die Zigarette nicht fehlen. Wenn ich mal keine anstecken konnte, fühlte  ich, es fehlt mir etwas, ich sog an der Sucht,  meinem  Gehirn fehlte die "Gewohnheit".

 

Ich fing an, mein Gehirn mit neuen Gewohnheiten zu füttern.

Diese "Anpassungen"  wollte ich abspeichern. Sie fingen bei mir im Discounter an. So wie früher die Zigaretten im übervollen Einkaufswagen vor der Kasse meinen Einkauf krönten, stapelten sich nun gesunde und  pralle Früchte wie Äpfel, Kirschen, Bananen und Kiwi. Ein bunter Reigen aus saisonalen Früchten, an diese neue Gewohnheit mußte sich mein Gehirn ab sofort gewöhnen.


„Früchte sind mein neues Rauchen".

Stolz verkündete ich meine neue Philosophie  meiner Familie, Bekannten und Freunden.

Die Wende zum Positiven begann. Und damit wuchs auch der Umfang meines Körpers Zentimenter um Zentimeter.  Denn fast hätte ich vergessen, dass mein Stoffwechsel auf Sparflamme kochte, weil das Nikotin fehlte. Obwohl ich mein Gewicht von Tag zu Tag neu kontrollierte, ging es kategorisch nach oben, trotz Snacks und Süßigkeiten. Dabei hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, mehr Appetit als früher zu haben.

 

Für Forscher immer noch ein Rätsel, warum Raucher 7 bis 10 Kilogramm nach dem Rauchstopp zulegen. 

"Hilf Dir selbst, iß` weniger und rationiere, bevor aus dir eine wandelnde Tonne wird", so disziplinierte ich mich, um das Sättigungsgefühl zu provozieren, das ja bekanntlich erst nach 20 Minuten meinem Körper signalisiert, satt zu sein. Ich reduzierte insbesondere meine Zwischenmahlzeiten auf viele Kleinstportionen mit einer Handvoll. Jeder Bissen wird gut durchgekaut, bewußt und langsam gegessen, ja fast schon zelebriert. Dabei versuche ich, die 20 minütige Zeitspanne bis zum Sättigungspunkt voll für das Essen und die Mahlzeit zu nutzen.

Versuchen Sie, an einer  Handvoll Studentenfutter vorm Fernseher wirklich lange genüsslich zu knabbern und kleine Apfelstückchen im Mund so lange als möglich zu Mus zu kauen. 

Wie ich mein Hirn austrickste? Das beschreibe ich in meinem Ebook und Papierbuch 1000 Tage ohne COPD"Wie ich mein Hirn austrickste? Das beschreibe ich in meinem Ebook und Papierbuch 1000 Tage ohne COPD"

 

 

 

 

 

Hochsommer, brütende Hitze und  COPD

 

Wappnen wir uns für die bevorstehende letzte heiße Juni-Woche.  Jeder Tag wieder nun etwas drückender  als der vorhergehende sein. Das, was unsere Lunge in den nächsten Tagen einatmet, weht uns zunächst als heiße, trockene Lüftchen um die Nase. Das ist gut so. Denn in den sehr warmen  Luftmassenkönnen sich die Arterien weiten, was das Einatmen sehr erleichtert. Kennen sehr viele Betroffene, die mit tropischer Luft besser zurechtkommen als mit kalten Brisen.

 

Aber für COPD Erkrankte sollte gelten: Keine Mundatmung mehr. Schließen wir unseren Mund beim Atmen. Der Mund sollte ab sofort nur noch zur Nahrungsaufnahme geöffnet werden. Wer unter den COPD Betroffenen trainiert ist, über die Nase ein- und auch wieder auszuatmen, tut seiner Lunge nur Gutes.

 

Warum sollten gerade Lungenerkrankte über die Nase einatmen?

 

Die geringen Luftbewegungen des bevorstehenden Hochsommerwetters belasten die Atemluft zunehmend mit Staub und Allergenen. Außerdem steigt die Ozonbelastung, insbesondere wenn Sie in ländlichen Gebieten fern ab der großen Stadtzentren wohnen.

 

In der Nasenhöhle  befinden sich Sensoren, die nicht nur Gerüche in der Umgebung wahrnehmen, sondern auch die Lufttemperatur und die Geschwindigkeit des Luftstroms erspüren. Die Umgebung wird kontinuierlich überwacht und die eigene Atmung wird automatisch an diese Umgebungstemperaturen angepasst. Wichtig zu wissen, dass die  Mundatmung diesen Mechanismus außer Kraft setzt. Die Folge ist einen wichtigen Kontrollprozess des menschlichen Körpers zu verlieren. Deshalb haben gerade COPD Betroffene, die nur über den Mund atmen, grundsätzlich weniger Sauerstoff in den Zellen.

Auch sind dann meist die Blutgase aus dem Geichgewicht geraten. Die Folge ist, wir atmen zuviel, und hyperventilieren. Und kaum einer weiß, dass Hyperventilation nichts anderes ist als eine Schutzfunktion des Körpers. Der Organismus  atmet das Zuviel an Kolendioxyd ab, um überhaupt wieder Sauerstoff aufnehmen zu können. Die Folge sind niedrige CO2-Werte (Hypokapnie genannt) im arteriellen Blut. Dies kann weitreichende Folgen haben. Hypokapnie fördert Gefäßverengungen im Gehirn, was wiederum zu zerebraler Hypoxie und damit zu Benommenheit und anderen Symptomen führen kann.

Für das optimale Verhältnis zwischen Sauerstoff und Kohlendioxyd im Blut trägt die Nasenatmung entscheidend bei. Desweiteren  filtert sie wie ein Staubsauger schon mal den groeßten Dreck aus der Außen- und Umgebungsluft, die mit Staub, Schadstoffen und Allergenen belastet ist, in den Flimmerhärchen der Nase.

Visualisiert zum Üben habe ich das  „Atmen wie ein Baby“ unter dem Video „Heikes Atemmethode“, die auf der Basis der TCM entstanden ist.